Dying for Sex
Disney+
Eine Staffel, acht Episoden
Drama, Komödie
Molly erhält eine erschütternde Diagnose: Sie ist an Krebs im Endstadium erkrankt. Ihr bleibt nicht viel Zeit, um ihre letzten großen Träume zu verwirklichen - und diese führen sie noch einmal durch diverse Schlafzimmer und Betten.
Nach ihrer Diagnose trennt sie sich von ihrem Mann
Molly (Michelle Williams) kämpft nicht zum ersten Mal gegen den Krebs. Doch diesmal steht fest: Sie wird den Kampf nicht gewinnen können. Ihr bleibt nicht viel Zeit, und plötzlich wird ihr bewusst, was sie bisher im Leben verpasst hat: Seit ihrer ersten Diagnose steht ihr Liebesleben mit ihrem Ehemann still, und so macht sie kurzen Prozess und trennt sich von Steve. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Nikki (Jenny Slate) kämpft sie damit, sich mit ihrer Situation abzufinden und erlebt gleichzeitig eine völlig neue Art der Freiheit auf ihrer Suche nach sexueller Befreiung.
Eine Geschichte zwischen Leben und Tod, Kontrolle und Hingabe
Es ist keine simple Geschichte, die in Dying for Sex erzählt wird. Basierend auf einer Podcast-Vorlage nach wahren Begebenheiten geht es um die Bewältigung von Trauma, dem Erkunden von Fetischen und sexuelle Freiheit: Wir erleben viele starke Frauen, die sich mit ihrer eigenen Lust und dem Erleben von Kontrolle auseinandersetzen. Die Serie ist lustig, traurig und schockierend: Und sie nimmt kein Blatt vor den Mund. Dying for Sex ist definitiv kein Familienprogramm, dafür ist die Serie charmant und sensibel erzählt.
Starke Schauspieler in einer starken Story
Die meisten Gesichter der Serie kennen wir bereits aus anderen Produktionen: Michelle Williams, Jenny Slate und Rob Delaney schlüpfen leichtfertig in komplexe Rollen, die direkt aus dem Leben stammen. Die Serie ist immer wieder nichts für schwache Nerven, spielt mit Tabuthemen und absurden Momenten - und am Ende erzählt sie eine Geschichte, die man so vorher definitiv noch nicht gehört hat, die einen immer wieder packt, wenn man es am wenigsten erwartet.
Fazit: Vorsichtige Binge-Empfehlung - Dying for Sex ist eine aufregende, schockierende und ergreifende Story, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Definitiv nichts für schwache Nerven.
Unsere Serien- und Film-Expertin
Hannah Schürkamp - Film-Enthusiastin & freie Autorin
Als Medienwissenschaftlerin und freiberufliche Dozentin gehören Filme und Serien zu meinem Berufsalltag. Meine Begeisterung für's große Kino hat darunter jedoch nie gelitten. Egal welches Genre, ob Streaming, Kino oder DVD, Hollywood-Klassiker oder Low Budget-Produktion: sowohl gute als auch weniger gute Filme schaue und diskutiere ich unvoreingenommen und mit viel Liebe für die Sache.
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