Hamburg | Mutmaßlicher Kidnapper: Haben für Block spioniert
36. Verhandlungstag
Hamburg (dpa) - Im Hamburger Prozess um die Entführung der Block-Kinder hat der mutmaßliche Chef der Kidnapper von der Überwachung des Hauses des Vaters in Süddänemark berichtet. «Wir haben Spionage, was das Haus angeht, betrieben», sagte der 68 Jahre alte Geschäftsführer einer israelischen Sicherheitsfirma vor dem Landgericht. Dazu seien schon fast ein Jahr vor der gewaltsamen Rückholung der Kinder im Umfeld des Hauses verschiedene technische Geräte installiert worden.
Von der Aktion seien auch die Mutter Christina Block und der Familienanwalt informiert gewesen. Dabei ging es seinen Angaben zufolge zunächst um das Sammeln von Informationen im Sorgerechtsstreit.
Zeuge: Wollten ins Netzwerk einbrechen
Neben einer visuellen Überwachung sei es auch um den elektronischen Datenverkehr am Wohnsitz des Vaters Stephan Hensel gegangen. «Wir wollten in das Netzwerk der Familie Hensel einbrechen», sagte der Mann laut Dolmetscherin. «Wir wollten in der Lage sein, in den ganzen Verkehr reinzuhören.» Dabei seien auch Teile von Passwörtern entschlüsselt worden, jedoch nicht genug, um die Daten zu entschlüsseln.
Der 68-Jährige wird von der Staatsanwaltschaft der Entführung beschuldigt, ist aber nicht Angeklagter in dem laufenden Prozess. Für seine Aussage gewährte ihm die Justiz sicheres Geleit.
Sieben Angeklagte vor Gericht
Die Hauptangeklagten in dem Prozess sind die Unternehmerin Christina Block (52), Tochter des Gründers der Steakhauskette «Block House», sowie der Familienanwalt der Unternehmensgruppe und ein weiterer mutmaßlicher Entführer aus Israel. Vier weitere Personen, darunter Christina Blocks Lebensgefährte Gerhard Delling (66), stehen wegen Beihilfe vor Gericht. Bis auf den Israeli bestreiten alle Angeklagten, etwas Unrechtes getan zu haben.
© dpa-infocom, dpa:260206-930-649343/2
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