Hamburg | Block-Verteidiger beantragt: Verfahren einstellen
33. Prozesstag
Hamburg (dpa) - Die Verteidigung der angeklagten Unternehmerin Christina Block hat die Einstellung des Verfahrens um die Entführung der Block-Kinder beantragt. Eine objektive Wahrheitsfindung sei nicht mehr möglich, sagte Christina Blocks Anwalt Ingo Bott zum Auftakt des 33. Prozesstages.
Wörtliche Zitate und Aussagen aus den Akten würden an Medien weitergegeben und veröffentlicht, bevor sie in der Hauptverhandlung Thema seien. Zeugen passten sich der Medienberichterstattung an und stimmten sich untereinander ab, kritisierte Bott. Wahrheiten würden immer wieder neu angepasst. «Der Prozess implodiert geradezu», sagte der Rechtsanwalt.
Die Tochter von Eugen Block, dem Gründer der Steakhaus-Kette «Block House», ist angeklagt, den Auftrag zur Entführung ihrer beiden jüngsten Kinder gegeben zu haben. Die 52-Jährige bestreitet das. Der damals zehnjährige Sohn und die 13 Jahre alte Tochter von Christina Block waren in der Silvesternacht 2023/24 am Wohnort des Vaters in Dänemark entführt und schließlich nach Hamburg gebracht worden. Vorausgegangen war ein jahrelanger Sorgerechtsstreit.
© dpa-infocom, dpa:260127-930-600993/2
weitere Nachrichten
Schlagzeilen
Lokalnachrichten
Kreditbetrug in Millionenhöhe: Polizei durchsucht Gebäude in OWL
Lokalnachrichten
OWL: Handel hofft auf mehr Kauflaune
Lokalnachrichten
Bünde: Stromrechnung wird günstiger
Lokalnachrichten
Herford: AWO Beschäftigte streiken
Lokalnachrichten
Kreis Herford: Polizei startet Schwerpunktkontrollen
Lokalnachrichten
Rödinghausen: Gebühren für Kilver und Weihnachtsmarkt steigen
Lifestyle & Freizeit
Berlin | Aufstieg und Absturz: Leben von René Benko wird verfilmt
NRW & die Welt